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Gesellschafts-gestalterin

Sinn

Macht es die Welt ein wenig schöner, besser, wahrer? Die Antwort auf diese Frage steht im Zentrum all meiner Tätigkeiten. Sie ist entscheidend für mein ehrenamtliches Engagement und  die Frage, ob ich einen Auftrag annehme. Ihr ahnt es schon, sie führt mich von einer Sinnkrise in die nächste. Jedes Mal definiert sich in mir das, was wichtig ist und was ich bewirken kann und will, ein wenig neu.
Manchmal will ich das Leben tausender Menschen beeinflussen (ja, Ihr dürft Euch über mein Ego amüsieren), manchmal erscheint mir ein kleines bisschen Heilung in einem Menschen weit wichtiger. Manchmal glaube ich, Gesellschaft gestalten ist ein kollektiver, politischer Prozess, manchmal sehe ich die Lösung in individuellen, inneren Bewusstseinsprozessen.

Irgendwann treffen sich alle Ebenen. So weiß ich nie lange, was Gesellschaft mitgestalten genau bedeutet, ich weiß aber immer, dass es das ist, woran ich mitwirke, mit allem, was ich entscheide.

 

„Die häufigste Art, wie Menschen ihre Macht aufgeben, besteht darin, zu glauben, keine zu haben.“

Alice Walker

Systeme neu denken

Allerdings gibt es keinen Impuls in mir, die Welt zu retten. Vor wem denn genau? Ich bin einfach nur der festen Überzeugung, dass wir das als Menschheit viel viel besser können. Wir haben uns an Systeme gewöhnt, bei denen es keine Gewinner:innen gibt und alle leiden – wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen. Wir haben vergessen, dass wir die Systeme selbst gebaut haben und sie änderbar sind. In diesen Experimenten im Kleinen wie im Großen, in all den unbeantworteten Fragen, die wir noch nicht einmal entdeckt haben, liegt meine Freude.

Und in meiner eigenen Systemblindheit mein größter Frust. Doch es dauert nur selten lange, bis ich wieder Liebe-voll über all das lachen kann.


„Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünken, mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir liegt.“

Friedrich von Schiller

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Stewards

Eines meiner Herzensprojekte im Bereich Gesellschaftsgestaltung sind die Stewards in Verbundenheit mit Lars Kirchhoff.
Stewards sind Menschen, die eine gesellschaftliche Lücke erkennen und sie einfach füllen, meistens unbemerkt. Sie sind die unsichtbaren Akteur:innen der Zivilgesellschaft, die keine Organisationen gründen und daher außerhalb der bestehenden Systeme agieren können. Sie bilden so - mit einer Grundhaltung
selbstbewusster Bescheidenheit - schlicht und selbstorganisiert den eigentlichen Kitt unserer Gesellschaft.

„Während sie sich untereinander sagten, es könne nicht getan werden, wurde es von anderen getan.“

Helen Keller

Kunst

Neben nicht-organisierten Individuen als gesellschaftliche Akteur:innen glaube ich an die wachsende Bedeutung von Künstler:innen mit kreativen Zukunftsvisionen, wie beispielsweise in dem Projekt „a Dreamotologist ́s Utopia“ meiner Tochter Alina Ben Larbi in den Highlands. Mir wird immer bewusster, dass Kultur aus gut erzählten Geschichten entsteht, wie beispielsweise Einblicke in die Gefühle von Menschen im öffentlichen Raum eher als Geschichte als als Bericht unsere Herzen erreichen.

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