Prozessprinzessin

Selten habe ich mich so verstanden gefühlt wie von der Postkarte, auf der einfach nur das Wort „Prozessprinzessin“ stand. Ja, ich bin diejenige die mit Freude die Spieleanleitung liest, sie darf auch gerne kompliziert sein. Ja, ich bin diejenige, die bei jeder Veranstaltung zu jedem Thema mit jeder Zielgruppe eine Methode aus dem Ärmel schütteln kann.

(Ihr wollt Einblick in meinen „Methodenkoffer“? Das geht z.B. in der DiANA-App für Dorfentwickler:innen.) Ja, ich bin diejenige, die glaubt, dass die eigentliche Transformation meistens darin besteht, WIE wir etwas machen… das WAS ergibt sich daraus von ganz alleine.

Mediation

Meine ursprüngliche „Gilde“ sind die Mediator:innen. Ulla Gläßer und ich haben bereits in unseren Zwanzigern ein großes Gemeinwesenmediationsprojekt aufgebaut, das schließlich in den Masterstudiengang Mediation überführt wurde, an dem ich noch heute unterrichte. Mediation bleibt mein Prozess-Zuhause.
 

Ich glaube nach wie vor daran, dass es fast immer eine gute Lösung gibt, wenn wir einander tief genug verstehen; dass den Dingen eine natürliche Ordnung zugrunde liegt, die wir im Vorfeld nicht kennen, aber gemeinsam bergen können; dass scheinbare Unvereinbarkeiten zu Quantensprüngen führen können, wenn wir uns auf Augenhöhe einlassen und uns ehrlich zeigen; dass Menschen Gutes wollen aber oft nicht wissen, wie sie es erreichen sollen und sich dann in Seltsamkeiten verstricken können. 

 

„Chaos ist die Ordnung, die wir nicht verstehen.“ Konstantin Wecker

Transformation

Ich mag kleine und große Prozesse: den Teamtag an dem der Knoten platzt ebenso wie den Kultur- und Strukturwandel einer Organisation sowie gesellschaftliche, hochkomplexe Transformationsprozesse über Jahrzehnte. Ich nehme all diese Prozesse sehr persönlich. Ich glaube nicht an professionelle Distanz, sondern an Hingabe, mit all meinem Wissen, Können, meiner Zuneigung und meiner ehrlichen und humorvollen Beobachtung.

"Irgendwo ganz innen drin sitzt ein großes Lächeln in uns, ein fühlendes, hörendes und sehendes Lächeln."

Pyar Troll-Rauch

Spiritualität

Ich bin sehr dankbar darüber, dass Begriffe wie Liebe und Spiritualität endlich von der Tabuliste im professionellen Rahmen verschwinden, da sie schon immer die Grundlage meiner Prozessdisziplin bilden. Diese befreiende Entwicklung haben wir Menschen wie beispielsweise Otto Scharmer und dem Presencing in seiner Theorie U zu verdanken, eine der wenigen vorstrukturierten Prozesse, mit denen ich gerne arbeite.
 

Äußere Prozesse, die nicht von inneren Prozessen aller Beteiligten - also auch mir – getragen sind, haben aus meiner Erfahrung keine Nachhaltigkeit. Und obwohl alle Prozessbegleiter:innen immer von Haltung sprechen, haben wir hierzu doch noch wenig präzise Sprache und Methoden. Um diesen Diskurs anzustoßen, haben Stephan Breidenbach und ich in der Masterclass Innenwelten den Anfang gemacht und unsere inneren Methoden beobachtet und aufbereitet.

 

„Liebe ist der Wille, das eigene Selbst auszudehnen, um das eigene spirituelle Wachstum oder das eines anderen Menschen zu nähren." Scott Peck