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DIE WELT
MIT FREUDE STILLEN

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Wenn ich heute ein Lieblingsbuch wählen müsste, wäre es wohl dieses. Es trägt für mich eine besondere Magie in sich. Und aus vielen Rückmeldungen weiß ich, dass es anderen ähnlich geht. Es ist unter meinen Bücher das, das am häufigsten verschenkt wird. Und es ist das einzige Buch, bei dem ich mich getraut habe, es selbst zu illustrieren.

Eigentlich wollte ich nicht mehr schreiben. Doch als ein neuer Hirntumor in mein Leben trat, entstand der deutliche Impuls zu diesem Buch. Der Titel war schnell da, ohne dass ich wusste, was sich darunter entfalten würde. Vielleicht liegt gerade darin seine besondere Kraft: Ich habe mich von Episode zu Episode bewegt und mich dabei selbst immer wieder überraschen lassen.

Gesammelt habe ich Situationen, in denen ich deutlich spüren konnte, dass sich die Welt für einen Moment mit mehr Freude füllt. Daraus sind sehr unterschiedliche kleine Geschichten entstanden: von Kaninchen unter Windrädern, Männern mit Ringelsocken in Wartezimmern oder dem Spiel zwischen Sonne und Meer. Und nach und nach wurden darin sogar Muster sichtbar, so dass ich inzwischen zu meiner Überraschung die Frage beantworten kann, wie Mensch die Welt mit Freude stillen kann.

Dieses Buch eröffnet ein anderes Narrativ. Es lenkt den Blick weg von der Vorstellung einer untergehenden Welt, die gerettet werden muss - eine Aufgabe, die schnell zu groß erscheinen kann. Stattdessen macht es aufmerksam auf Mikrogesten, durch die wir der Welt beinahe beiläufig Gutes tun können. Gerade in ihrer Unscheinbarkeit zeigen sie eine andere, lebendige Form von Weltbeziehung, die jederzeit möglich ist. 

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