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EINFACH ARBEITEN

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Dies ist mein erstes Buch, geschrieben zu einer Zeit, in der ich noch nicht wusste, dass ich schreiben kann. Ich wusste nur, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr viel sprechen konnte und einen neuen Weg finden musste.

Der Ausgangspunkt war ein Vortrag auf einem Psychiatriekongress über meinen unbedingten Willen zu arbeiten. Mit Anfang dreißig wurde mir überraschend eine Rente angeboten, obwohl ich eigentlich nur wissen wollte: Wie kann Arbeit für mich möglich bleiben, nicht ob. Zu meiner Überraschung war dieser Vortrag ein riesiger Erfolg.

Einfach Arbeiten erzählt von den ersten zwölf Jahren nach meiner ersten Hirn-Operation. Es ist die Geschichte vieler Versuche: Feststellungsmaßnahmen, Umschulungen, Anstellungen, digitales Arbeiten, Sichtbarkeit und Rückzug, Beratung und Leitung von Organisationen.

Doch Arbeiten und Leben lassen sich nicht trennen. Das Buch berührt auch familiäre Herausforderungen und beschreibt Wege, die nicht nur beruflich von „Reinventing Organizations“ inspiriert sind, sondern menschlich eine eigene spirituelle Suche einschließen - sogar eine eher absurde Begegnung mit dem Tod.

Dieses Buch zu schreiben war ein langer Prozess. Über drei Jahre hinweg habe ich mich regelmäßig zurückgezogen, um zu schreiben. Eine zufällige Begegnung mit einer Autorin half mir schließlich über meinen größten Widerstand hinweg: die Angst, Menschen zu verletzen. Sie erinnerte mich daran, dass eine Geschichte kein Bericht sein muss und ich niemandem multiperspektivische Vollständigkeit schulde. So wurde aus dem „Ich“ nach und nach die Erzählung von Mila.

Am Ende entstand ein Buch, das meinen Weg wahrhaftig beschreibt und zugleich von den Theorien durchzogen ist, die mir unterwegs Orientierung gegeben haben. Und aus den Rückmeldungen anderer Menschen, die mit chronischen Erkrankungen leben und arbeiten lerne ich, dass mein Weg gar nicht so einzigartig ist, sondern die Elemente enthält, mit denen wir alle konfrontiert sind. Das macht mich besonders froh.

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